Die Diskussion um das Buch „Kulturinfarkt“ von Haselbach, Knüsel, Opitz und Klein.

Stand 10.4.2012

 

Gerd Dallmann, LAGS Soziokultur Niedersachsen: „Was bleibt: nicht immer haben die, die am Lautesten rufen, auch die besten Ideen, aber wenn es ihnen gelingt, andere zum Mitdenken und –reden zu provozieren, soll es mir Recht sein.“

 

Angefangen hat es mit dem Spiegel-Artikel "Die Hälfte" von Dieter Haselbach (Leiter des Zentrums für Kulturforschung), Armin Klein (Professor für Kulturmanagement in Ludwigsburg und Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft), Pius Knüsel (Direktor der Kulturstiftung Pro Helvetia) und Stephan Opitz (Leiter des Referats für Kulturelle Grundsatzfragen im Bildungsministerium von Schleswig-Holstein) hervorrief.

Folgend eine sicherlich unvollständige Liste über die Diskussion, wo sich jede, wo sich viele in den Blogs und Diskussionsforen einbringen können:

 

Neue Links, möglicherweise ältere Texte:

 

Streitgespräch „Wir müssen auf die Krise reagieren“

07.04.2012, 09:54 Uhr, Handelsblatt: Kann sich Deutschland seine Kulturlandschaft leisten? Inwiefern Theater und Oper gefährdet, wenn über ihren Sinn diskutiert wird? Ein Streitgespräch zwischen den Kultur-Ökonomen Dieter Haselbach und Manfred Weber.

 

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/streitgespraech-wir-muessen-auf-die-krise-reagieren/6459316.html

 

Eine überfällige Debatte - 07.04.2012, 09:53 Uhr, Handelsblatt: Deutschlands Kulturstätten stehen vor einem Infarkt. Nicht nur über die Finanzen der Kulturbetriebe muss diskutiert werden - sondern auch über deren Programme. Wie viel Kultur braucht unser Land - und welche?

 

http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-eine-ueberfaellige-debatte/6466584.html

 

Streit um Förderung Was darf Kultur kosten?

07.04.2012, 09:52 Uhr, Handelsblatt: Vier Kultur-Experten fordern, die Hälfte aller kulturellen Einrichtungen zu schließen. Das wäre gar nicht nötig, wenn die sich selbst finanzieren könnten. Ein Plädoyer für eine Koalition von Kultur und Ökonomie.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/streit-um-foerderung-was-darf-kultur-kosten/6459434.html

 

Alte Oper-Intendant Pauly„ Der Klassikmarkt steht vor einer Herausforderung“ - 26.03.2012, 11:02 Uhr, Handelsblatt

Alte Oper-Intendant Stephan Pauly kennt die Probleme des Klassikmarktes: Große Musiker treten oft mit ähnlichen Programmen im ganzen Land auf. Gemeinsam mit den Künstlern sucht Pauly nach Lösungen.

http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-literatur/alte-oper-intendant-pauly-der-klassikmarkt-steht-vor-einer-herausforderung/6372976.html

 

Ein grober Klotz für den Beton - Von Birgit Walter in der Berliner Zeitung am 2.4.2012

Die widersprüchliche Debatte über den „Kulturinfarkt“.

www.berliner-zeitung.de/mauritius/servlet/page/search/berliner-zeitung/home/suche/10808978,10808978,view,asSearch.html

 

Kulturbetrieb - Die Kunst macht den Unterschied - Von Dirk Pilz

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/kulturbetrieb-die-kunst-macht-den-unterschied,10809150,14584878.html

 

Barenboim: Kultur aus Elfenbeinturm holen in der Berliner Zeitung am 1.4.2012

http://www.berliner-zeitung.de/panorama/barenboim--kultur-aus-elfenbeinturm-holen-,10808334,14583376.html

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5.4.2012

Link zur KuPoGe:

»Kulturinfarkt« Neue Einträge – neue Kommentare  - Die Diskussion um die umstrittene Publikation »Der Kulturinfarkt« geht weiter – auch im KuPoGe-Blog.

Olaf Martin, http://kupoge.wordpress.com/2012/03/29/kulturpolitik-zwischen-krise-und-apokalypse/ Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Südniedersachsen,

Bernd Wagner, http://kupoge.wordpress.com/2012/03/29/alles-theater/ Leiter des Instituts für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft

und Wolfgang Hippe, http://kupoge.wordpress.com/2012/04/02/beschweigen-oder-diskutieren/

Journalist – Agentur für Recherche und Text A.R.T., haben persönliche Beiträge zum Thema verfasst. Bitte kommentieren Sie!

 

Eine Übersicht verschiedener Pressestimmen finden Sie bei »nachtkritik.de« http://www.nachtkritik.de/index.php?option=com_content&view=article&id=6692:presseschau-vom-14-maerz-2012-der-kulturinfarkt-beschaeftigt-die-deutschsprachige-presselandschaft&catid=242:presseschau&Itemid=115

 

und im Blog der »Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel«

http://www.bundesakademie.de/bablog/?p=1318#more-1318

 

Kulturinfarkt?

Gibt es in Deutschland ein Überangebot an subventionierter Kultur? Diese These vertreten die Autoren von "Der Kulturinfarkt". "Der Spiegel" hat Auszüge gedruckt - und seitdem wird über das Buch gestritten. WDR 3 Mosaik streitet mit.

http://www.wdr3.de/schwerpunkte-und-reihen/kulturdebatte.html

 

Mein Deutschland Der deutsche Kulturinfarkt

http://www.sueddeutsche.de/service/mein-deutschland-der-deutsche-kulturinfarkt-1.1324500

 

3.4.2012:

Adrienne Goehler am 22.3.2012 im Freitag: Die besseren Rezepte - Wer die prekäre Existenz vieler Kreativer nicht erkennen will, stellt der Kulturpolitik eine Fehldiagnose. Eine alternative Betrachtung von Kultur und Infarkt

http://www.freitag.de/kultur/1212-die-besseren-rezepte

 

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Pressemitteilung der Autoren des Buches „Der Kulturinfarkt“ zu den Vorwürfen, die namhafte Künstler gegen ihr Buch erhoben haben
München, 2.4.2012  Die Autoren des heftig diskutierten Buches „Der Kulturinfarkt“ begrüßen außerordentlich, dass mehr als 50 namhafte Künstler von Mario Adorf bis Wim Wenders sich mit ihrem Buch auseinandersetzt haben. Sie freuen sich über deren Zustimmung, dass „Strukturveränderungen für eine zukunftsorientierte Kulturpolitik“ notwendig seien. Die vier Autoren bedauern allerdings zutiefst, dass die Künstler den Inhalt des Buches, warum auch immer, in ihrer Erklärung grob verfälscht wiedergeben. Weder wird im Buch die Förderung von Kunst und Kultur durch die öffentliche Hand diskreditiert, noch wird für einen „Kahlschlag“ plädiert. Im Gegenteil: Aus Sorge um die Kultur fordern die Autoren vor dem Hintergrund der drohenden Sparverpflichtungen der öffentlichen Haushalte eine politische Diskussion, wie die knapp 10 Milliarden Euro Subventionen besser legitimiert und innerhalb der Kultur gerechter und effizienter verteilt werden könnten. Das Buch argumentiert für neue Rahmenbedingungen, damit Kultur wieder demokratischer, fantasievoller, weniger bürokratisch und vor allem auch weniger elitär wird.
Könnte es sein, so fragen die Autoren, dass die mehr als 50 Unterzeichner das Buch gar nicht gelesen haben und reflexhaft den für sie vorteilhaften Status quo verteidigen?  Oder verrät ihre Reaktion, dass sie ein rückwärtsgewandtes Bild von Deutschland als Kulturnation haben und keinerlei Fantasie, wie sich die deutsche Kulturlandschaft im 21. Jahrhundert entwickeln muss, um nach innen und außen auf breitere Akzeptanz zu stoßen? Die Autoren rufen die Initiatoren des „Appells“ auf, sich einer öffentlichen Diskussion zu stellen, damit Deutschland endlich eine neue Kulturpolitik bekommt.
Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz: „Der Kulturinfarkt“
Erschienen im Knaus Verlag, März 2012

 

50 Künstler fordern Verteidigung der Kultur:

http://www.focus.de/kultur/diverses/kulturpolitik-ueber-50-kuenstler-fordern-verteidigung-der-kultur_aid_730452.html

 

Christa Goetsch, Hamburg, MdHB, Ressort für Kultur mit einem Blog Öffnen statt Schließen:

http://www.gal-fraktion.de/blog/22-03-2012/oeffnen-statt-schliessen

 

Hier werden nicht nur Unterschriften gegen die Fusionierung der beiden SWR-Sinfonieorchester gesammelt, sondern beinhaltet eine Plattform für grundsätzliche Debatten:

http://www.kultur-wozu.de/

 

In der "FR" erkennt Theatermann Oliver Reese in der Debatte um die Kulturförderung einen Fall von Abschaffungswahn: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,822705,00.html

 

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28.3.2012

 

Gerd Herholz im Beitrag "Alltagssplitter (2)"

http://www.ruhrbarone.de/alltagssplitte-2-fruehling-freiheit-feuer/

„geht's auch im Kern um den "Kulturinfarkt" als "Hirninfarkt" der 4 Autoren.“ (Herholz)

 

"Kulturinfarkt"-Debatte Der Kultur-Populist - Pius Knüsel, Direktor von Pro Helvetia, will die Hälfte der Museen und Theater schließen. Damit macht er sich zum Verbündeten der Kulturverächter.

http://www.zeit.de/2012/13/CH-Kultursubventionen

 

Debatte um "Kulturinfarkt" Die Warteschlangen sprechen für sich. Die These des Buchs "Der Kulturinfarkt" wird bereits heftig diskutiert: Weg mit der Hälfte aller Theater, Opern und Museen. Peter Laudenbach hält das für Unsinn.

http://www.zeit.de/kultur/2012-03/kulturinfarkt-debatte

 

Debatte um Streitschrift "Der Kulturinfarkt" Lieber ein Streit, der sich lohnt, Von Jens Bisky

http://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-um-streitschrift-der-kulturinfarkt-lieber-ein-streit-der-sich-lohnt-1.1311177

 

Debatte um Kulturförderung "Diffuse Schlachten aus grauer Vorzeit" - Von Hermann Parzinger

http://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-um-kulturfoerderung-diffuse-schlachten-aus-grauer-vorzeit-1.1313998

 

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27.3.2012

 

Provokationen und Bestandswahrung ersetzen keine kulturpolitische Debatte. Bernd Wagner: Im Schatten der Polemik in der TAZ

http://taz.de/Debatte-Kulturpolitik/!90422/

 

Die KuPoGe zur Diskussion um den Infarkt:

http://kupoge.de/

und mit Blog

http://kupoge.wordpress.com/2012/03/22/der-kulturinfarkt-eine-kontraindikation/

und der Artikel dazu als PDF-Datei:

http://www.kupoge.de/newsletter/anlagen/129/kumi136_20.pdf

 

Der Kommentar von Gerd Dallmann, LAGS Soziokultur Niedersachsen

http://www.soziokultur-niedersachsen.de/index.php?id=12&tx_ttnews[tt_news]=560&tx_ttnews[backPid]=942&cHash=a87c6c2dde

 

Kultursubventionen Was gefällt, hat schon verloren. Rainer Hank in der FaZ

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kultursubventionen-was-gefaellt-hat-schon-verloren-11697157.html

 

Kultursubventionen Der Denkinfarkt: Lähmen Zuschüsse die Kultur? Ein neues Buch fordert: Die Hälfte aller subventionierten Museen und Theater können ruhig verschwinden. Zur neuen Debatte über Kunst, Staat und Markt. Niklas Maak in der FaZ

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kultursubventionen-der-denkinfarkt-11684183.html

 

Das Abendland schlägt zurück. Birgit Walter in der Berliner Zeitung

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/kulturpolitik-das-abendland-schlaegt-zurueck,10809150,11990056.html

 

DER SPIEGEL 12/2012 vom 19.03.2012

Debatte: Der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz antwortet auf die Thesen aus dem Buch "Der Kulturinfarkt"

Ebenso gibt es einen neuen Beitrag im Spiegel 13/2012 vom 26.3.2012

 

Kultursparpläne. Das Elend mit den Kürzungen. Anke Dürr im Spiegel.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,822606,00.html

 

Themen und Diskussionen, die dazu gehören:

 

Kultur für alle

http://www.labkultur.tv/blog/kultur-fuer-alle-0

 

http://www.labkultur.tv/blog/kuenstlerische-freiheit-selbstregulierung

 

http://www.tagesspiegel.de/kultur/subventionen-fuer-kultur-piraten-wollen-deutscher-oper-das-geld-streichen/6440416.html

 

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Zusammenstellung vom Deutschen Kulturrat

 

Diskussion zur Halbierung des Kulturetats

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist irritiert über die undurchdachten Vorschläge zur Kürzung des Kulturetats um 50 Prozent durch die Autoren des Artikels “Die Hälfte” im “Spiegel” und lehnt diesen kopflosen Vorstoß ab.

Die gestrige Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates finden Sie unter:

50% weniger für die Kultur? - Wenn die Lösungen so einfach wären http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2254&rubrik=2

 

In der Sendung "Kulturzeit" (3sat, 19.20 Uhr) nimmt u.a. Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Stellung zur Forderung der Halbierung der Kulturfinanzierung.    

 

Stimmen aus den Kulturverbänden (Auswahl):

 

Deutsche Orchestervereinigung: Phantasie-Lösung am Grünen Tisch. Zum aktuellen "Spiegel"-Artikel "Die Hälfte?" http://www.dov.org/pressereader/items/phantasie-loesung-am-gruenen-tisch-789.htm

 

Deutscher Bühnenverein: Keine halben Sachen, Spiegel-Artikel zur Kulturfinanzierung zeugt von Unkenntnis http://www.buehnenverein.de/de/presse/28.html?det=316

Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer: "Die Hälfte?" Erste Stellungnahme zum Spiegel-Artikel http://www.vdoper.de/5593006.html

 

Deutscher Musikrat: FOR SALE: Droht dem Kulturland Deutschland der Winterschlussverkauf?! http://www.musikrat.de/fileadmin/musikrat/Presse/PMs/2012/03_Maerz/DMR_PM_Droht_dem_Kulturland_Deutschland_der_Winterschlussverkauf_130312.pdf

 

Deutscher Museumsbund: "Gefährliche Gedankenspiele" Deutscher Museumsbund reagiert mit Unverständnis auf Spiegel-Artikel zur Kulturfinanzierung http://www.museumsbund.de/fileadmin/geschaefts/presse/2012/2012_Maerz_PM_Kulturfinanzierung.pdf

 

Stimmen aus den Medien (Auswahl):  

Weblog der 3sat-Kulturzeit-Redaktion: Im Bett mit den Märkten

http://blog.zdf.de/3sat.Kulturtube/2012/03/12/im-bett-mit-den-maerkten

 

/3sat: These: Hälfte der Theater und Museen kann weg, News vom Montag, 12.03.2012  

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/161142/index.html

 

Hamburger Abendblatt: Kultur-Subventionen, Kisseler kritisiert "Kulturinfarkt" als "pure Provokation"

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article2214510/Kisseler-kritisiert-Kulturinfarkt-als-pure-Provokation.html

  

Deutschlandfunk: Soziologe: Jede zweite Kulturinstitution kann weg

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1701595/

 

taz: Neue Kulturpolitik gefordert, Rund 80 Künstler verlangen mehr Unterstützung für ihre Arbeit. Die bisherige Förderung reiche bei weitem nicht aus.  

http://www.taz.de/Offener-Brief-der-Freien-Kulturszene/!89559/

 

Abendzeitung München: Kulturpolitik: Droht der Kulturinfarkt?

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.kulturpolitik-droht-der-kulturinfarkt.a0ec53ac-2a52-4646-a8e0-2a464f0bdbe1.html

 

Stimmen aus der Politik:

CDU-CSU-Bundestagsfraktion: Kultur für alle“ würdigen, bewahren und bekräftigen. Kultur ist mehr als eine Last für die öffentlichen Haushalte

http://www.cducsu.de/Titel__pressemitteilung_kultur_fuer_alle_wuerdigen_bewahren_und_bekraeftigen/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__21452/Inhalte.aspx

 

Stimmen aus Kulturverbänden und Politik (in Auswahl): 

Deutschlandradio Kultur: Kultur muss "widerständig" sein. Monika Grütters (CDU), Vorsitzende des Kulturausschusses des Deutschen Bundestags

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1702381/

Hortensia Völckers: Kulturförderung in Deutschland ist "falsch konzeptioniert". Direktorin der Kulturstiftung des Bundes über mögliche Veränderungen

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1709945/

 

Der Deutsche Bibliotheksverband nimmt in seiner heutigen Pressemitteilung Bezug auf die Halbierung der Zahl der Kultureinrichtungen

http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse.html ????

 

Stimmen aus den Medien (in Auswahl): 3sat Kulturzeit: Reaktionen zum Buch "Der Kulturinfarkt" u.a. von Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=29888

 

Bild.de: Kunstminister warnt vor "Kulturpolitik mit Rasenmäher"

http://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-regional/kunstminister-warnt-vor-kulturpolitik-mit-23144572.bild.html

dapd: SPD regt Überarbeitung der Kulturförderung an http://www.derwesten.de/nachrichten/spd-regt-ueberarbeitung-der-kulturfoerderung-an-id6454543.html

 

NDR Kultur: Die Hälfte der Kultur-Subventionen streichen?

http://www.ndr.de/kultur/buehne/kulturkuerzung101.html

 

Welt online: Erleiden wir den "Kulturinfarkt"?

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/boulevard_nt/article13921680/Erleiden-wir-den-Kulturinfarkt.html

 

Nassauische Neue Presse: Kahlschlag für die Kultur: Reicht auch die Hälfte?

http://www.fnp.de/nnp/nachrichten/kultur/kahlschlag-fuer-die-kultur-reicht-auch-die-h-lfte_rmn01.c.9678409.de.html

 

Zum Newsletter "Diskussion zur Halbierung des Kulturetats I" gelangen Sie unter: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2256&rubrik=5

 

Die aktuelle Pressemitteilung des Deutschen Kulturrates "50% weniger für die Kultur? - Wenn die Lösungen so einfach wären" finden Sie unter: http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=2254&rubrik=2

 

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Sorry, Kulturinfarktautoren wollen doch nur die Hälfte der Kultureinrichtungen schließen

Deutscher Kulturrat gibt Unterlassungserklärung ab

 

Berlin, den 22.03.2012. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat heute die von den Anwälten der Autoren Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz des umstrittenen Buches "Der Kulturinfarkt" geforderte Unterlassungserklärung abgegeben.

 

Wir hatten in unserer Stellungnahme zu dem Spiegel-Artikel "Die Hälfte?" behauptet, die Autoren forderten 50% weniger für die Kultur. Diese Behauptung dürfen und werden wir nicht mehr aufstellen, denn in Wahrheit wollen die Autoren nicht den Kulturetat um 50% kürzen, sondern jede zweite mit öffentlichen Mitteln finanzierte Kultureinrichtung in Deutschland schließen.

 

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, führt dazu aus: "Die Autoren lassen in dem Anwaltsschreiben betonen, dass ihnen "an einer öffentlich und intensiv geführten Debatte gelegen ist." Statt die Debatte zu suchen, gehen sie gegen eine zugegebenermaßen schiefe Äußerung mit gerichtlicher Drohung und strafbewehrter Unterlassung vor. Die Herren wollen ja nicht 50% des Kulturetats kürzen, sondern "nur" die Hälfte alle existierenden öffentlich finanzierten Kultureinrichtungen streichen. Mit einer nicht zu überbietenden Naivität glauben die Autoren, die durch diese Aktionen freiwerdenden Mittel in neue kulturelle Projekte investieren zu können. Die massive Überschuldung der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie die grundgesetzlich verankerte Schuldenbremse würde ihnen einen Strich durch die Rechnung machen. Der Himmel möge uns davor behüten, dass die Autoren je in die Lage kommen, ihre kruden Ideen in der Praxis zu erproben."

 

Den größten Teil entnommen vom Deutscher Kulturrat e.V., Chausseestrasse 103, 10115 Berlin, Web: http://www.kulturrat.de , E-Mail: post@kulturrat.de, Tel: 030/24728014, Fax: 030/24721245

 

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Pressemitteilung des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein

 

Thema: Der Kulturinfarkt - Die Autoren rudern zurück

 

„Von allem zuviel und überall das Gleiche“, so hieß es noch vor wenigen Tagen, als zwei der Autoren des Buches „Der Kulturinfarkt“  sich einer öffentlichen Diskussion im Nordkolleg in Rendsburg stellten. Eine der unbewiesenen und indifferenzierten Aussprüche von Prof. Haselbach auf dem Podium: „Die Musikschulen laufen leer!“ – Zitatende.

In einer Stellungnahme der Autoren zum offenen Brief des MdB Wolfgang Börnsen heißt es nun: „Die Finanzierung der Theater, Museen, Konzerthäuser, Symphonieorchester verschlingt den Löwenanteil der Gelder, Tendenz steigend.“

 

In dem dem Buch vorangegangenen Spiegel-Artikel hieß die Forderung der Autoren noch: „3200 statt 6300 Museen in Deutschland, 70 staatliche und städtische Bühnen statt 140, 4000 Bibliotheken statt 8200“.

Und es wurde moniert, dass sich die Zahl der Musikschulen in 35 Jahren verdoppelt habe und dass die sog. soziokulturellen Einrichtungen sich seit 1977 aus einer eher seltenen Spezies zu einem flächendeckenden Netz erweitert hätten.

Gestern ging es den Autoren also um zu viele Museen, Musikschulen, Büchereien und soziokulturelle Einrichtungen (in aller Regel also Basis-kulturelle Einrichtungen), heute stellen sie nur noch die Theater, Museen, Konzerthäuser und Symphonieorchester (also Teile der sog. Hochkultur) an den Pranger.

 

Sie rudern zurück, die Herren Professoren.

Und sie werden noch weiter zurückrudern. Denn von den angeblich 6300 Museen kennt „Statista“, ein Partner des IfD Allensbach, als aktuelle Zahl für das Jahr 2009 nur ca 4700.                                                                                                                           Diese Zahl entspricht der aus dem Jahre 2006 und liegt niedriger als die Zahl der Museen im Jahre 2002.

Die Anzahl der Musikschüler wächst in Schleswig-Holstein trotz geburtenschwacher Jahrgänge oder bleibt zumindest konstant und die Ausleihungen in den öffentlichen Bibliotheken steigen – belegt durch die Statistiken des Büchereivereins Schleswig-Holstein – in diesem Bundesland kontinuierlich bis heute.

 

Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knösel und Stephan Opitz liegen mit ihrer Analyse der Kulturförderung nicht nur völlig daneben, sie haben nicht nur schlecht bzw gar nicht recherchiert, sie schaden mit ihrem Buch auch der – in der Tat notwendigen – Diskussion über die Entwicklung der Kultur und Kulturförderung.

 

Der Landeskulturverband fordert im Übrigen seit Jahren einen Kulturentwicklungsplan für Schleswig-Holstein. Dieser wird allerdings vom Ministerium für Bildung und Kultur, in dem Prof. Dr. Opitz stellvertretender Leiter der Kulturabteilung ist, kategorisch abgelehnt. Verantwortlich dafür ist zwar der zuständige Minister, der aber doch wohl von seinen leitenden Beamten gebrieft sein müsste.

 

f d Landeskulturverband Schleswig-Holstein

Der Vorsitzende

Rolf Teucher

 

Landeskulturverband
Schleswig-Holstein e.V.

Geschäftsstelle:
c/o Nordkolleg Rendsburg
Am Gerhardshain 44
24768 Rendsburg

Telefon 04331 / 14 38 – 42
FAX       04331 / 14 38 – 41

e-mail   lkv@nordkolleg.de
Internet www.landeskulturverband.de